Ein paar Dinge, die Sie noch nicht über Warenkorbabbrüche wussten

Eine (zumindest für Shopbetreiber) erschreckend hohe Zahl: Laut einer Studie des Baymard Institute werden 68% aller Warenkörbe nicht zur Kasse getragen. Einige Schritte, die dagegen unternommen werden können, sind bekannt: Möglichst wenige Einzelschritte bis zum Checkout, Kostentransparenz von Anfang an und die Verständlichkeit des Bezahlprozesses. Immer wichtiger wird den Kunden auch die verschlüsselte Datenübertragung mittels SSL. Laut einem Artikel im Moz Blog sollten sich Inhaber von Online-Shops jedoch über eine weitere Sache Klarheit verschaffen: Viele Waren landen im Einkaufskorb, ohne das überhaupt geplant wurde, sie zu kaufen. Laut dem Artikel legen 30-40% der Seitenbesucher Waren in den Warenkorb, um Interesse daran zu bekunden. Gerade bei knappen Angeboten kann es sein, dass das Produkt zunächst „gesichert“ wird … später entscheidet man sich dann doch dagegen. So kann es also immer sein, das eine hohe Anzahl an Warenkorbabbrüchen auf andere Ursachen als den Checkout-Prozess zurückzuführen ist!

Erst vollmachen, dann stehen lassen – passiert online öfter als im Supermarkt.

Erst vollmachen, dann stehen lassen – passiert online öfter als im Supermarkt.

Je nach technischer Umsetzbarkeit können Online-Shops z.B. ihren Kunden die Möglichkeit anbieten, sich Produkte zu merken, sie auf einem Wunschzettel oder einer Liste zu sammeln. Amazon bietet dies seit langem an, aber auch Marktplätze wie Dawanda haben solche Listen fest in die Nutzeraccounts integriert. So können sich Interessenten Schuhe, Pullis, Bücher und Modellflugzeuge für später merken und z.B. am nächsten 1. in den Shop zurückkehren, um das begehrte Stück dann doch zu kaufen! Immerhin 25% wollen sich Produkte merken, um sich später zu entscheiden, 41% sind noch nicht bereit für einen Einkauf. Viele nutzen dann offenbar den Warenkorb, um sich etwas zu notieren. Neben einer Merk-Funktion wäre eine weitere Möglichkeit, einen Pinterest Button in die Produktdetailseiten zu integrieren – so lagern Sie die „Wunschliste“ zwar aus, geben den Produktfotos aber zugleich die Möglichkeit, von allen Followern des Pinterst-Accounts gesehen zu werden. Der Link zur Shopseite ist auch gleich mit enthalten. Möglicherweise verringert sich die Zahl der Artikel, die in den Warenkörben landen, durch die Einführung derartiger Funktionen – sie erhalten aber bessere „echte“ Warenkorbabbruchszahlen, mit denen Sie den Checkout-Prozess bei Bedarf exakter optimieren können.

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