GfK misst die Twitter-Quote

Seit 1963 werden in Deutschland die Fernsehquoten gemessen, seit 1985 werden diese für den deutschen Werbemarkt durch die Gesellschaft für Konsumforschung GfK erhoben. In einem großen Panel von 5.000 Haushalten wird mit einem speziellen Gerät die Fernsehnutzung direkt gemessen und Nachts auf einen Zentralrechner übertragen, der die aktuellen Quoten ermittelt. Damit neue GfK-Haushalte keine Programmbeeinflussung nach Gusto betreiben, etwa durch gezieltes Einschalten einer Sendung, laufen sie zunächst zwei Monate „blind“ im Panel mit und werden erst nach dieser Eingewöhnungsphase in die Statistik übernommen.

Parallele Nutzung von TV + Internet

Durch die Popularität von Tablet und Smartphone kommt es während des Fernsehens in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Paralellnutzung verschiedener Medien, die Veränderungen sowohl für Internetanbieter als auch für die Fernsehsender mit sich bringen. Bei Profihost gibt es aus diesem Grunde beispielsweise die Möglichkeit, die Leistung eines Servers im Cloud Hosting gezielt zum Sendetermin den gesteigerten Zugriffszahlen anzupassen, um die Nutzer hier nicht vor verschlossenen Türen stehen zu lassen. Um eine bessere Messbarkeit dieser synchronen Mediennutzung zu ermöglichen, sollen jetzt zusätzlich zur Fernsehquote auch die Aktivitäten der Zuschauer auf Twitter erhoben werden.

Fernsehen + Twitter: Sonntagabend geht’s rund beim #tatort …


Das rituelle sonntägliche Tatort-Schauen ist ein gutes Beispiel für die Twitter-Nutzung auf dem Sofa!

GfK Twitter TV Ratings

Zu diesem Zweck haben die beiden Unternehmen, laut einem Bericht des Medienmagazins Kress, eine exklusive Kooperation vereinbart. Mit den „GfK Twitter TV Ratings“ soll es z.B. Agenturen und Fernsehmachern ermöglicht werden, das Geschehen auf dem „Second Screen“ besser einschätzen und so auch medienübergreifende Werbekampagnen besser analysieren und bewerten zu können.

„Twitter hat sich als „Social Soundtrack“ von Live-Veranstaltungen und Fernsehsendungen bewiesen. Die Wechselwirkung zwischen unterschiedlichen Medien ist äußerst interessant. Gemeinsam mit Twitter, unserem innovativen neuen Partner, arbeiten wir daran, Erkenntnisse über crossmediale Effekte liefern zu können“, so der GfK-Vorstandsvorsitzender Matthias Hartmann zur Kooperation der beiden Unternehmen, welche die Erhebungen in diesem Jahr zunächst für Deutschland, Österreich und die Niederlande einführen werden.

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